GEMEINDE WÜSTHEUTERODE

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Historie

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Quelle: Mathias Degenhardt, "Wüstheuterode - eine Eichsfelder Historie", 2013

Das Dorf wurde zwischen 900 und 1300 in der dritten und letzten Eichsfelder Besiedlungswelle gegründet.

1338
wird der Ort nach bisherigen gesicherten Erkenntnissen erstmals urkundlich erwähnt. Demnach wurde das Dorf Hadewartherode mit der Wüstung Reckerode vom Martinsstift zu Heiligenstadt an die von Hanstein verkauft.

1424
wurde der Ort durch die Mühlhäuser komplett zerstört. Grund dafür war eine Fehde zwischen den Hansteinern und den Mühlhäusern.

1588-1610
wurde Hauterode - so der damalige Name - von protestantischen Priestern betreut.

1700
wurde erstmals eine Chronik, vermutlich ein Kirchenbuch, angeschafft.

1765
errichtete man den Kreuzweg auf dem Stationsberg.

1803-1805
baute man am Standort der heutigen Kirche einen kleineren Kirchbau, der bereits dem Hl. Bonifatius geweiht war.

1806
wird auf einer Landkarte von J.-G. Lingemann erstmals der Name "Wüsthäuterode" erwähnt. Bis in das ausgehende 18. Jahrhundert hieß der Ort amtlich "Hauterode" oder "Heiterode" (mindestens bis 1789).

1824
schaffte man sich zusammen mit dem Nachbarort Mackenrode eine Feuerspritze und ein Spritzenhaus an. Das Spritzenhaus wurde in Wüstheuterode errichtet.

1850-1851
wurde auf dem Stationsberg die Waldkapelle errichtet.

1865
wurde - 60 Jahre nach ihrer Fertigstellung - der Kirchbau von Bischof Konrad Martin eingeweiht.

1874
äscherte ein Großbrand mehrere Gehöfte in der heutigen Mackenröder Straße ein.

1885
wurde mit dem Kriegerverein der bisher älteste Verein gegründet.

1914
wurde Joseph Pflume Bürgermeister, welcher die Modernisierung des Dorfes einleitete. Die 1805 fertig gestellte Kirche musste aufgrund Fundamentschäden ab 1914 abgerissen werden; die Abrissarbeiten stoppten aufgrund des Ersten Weltkrieges bis 1919. 1914 begann man zudem mit der Befestigung erster Straßen (Lehmkuhle).

1921
wurde der heutige Kirchbau eingeweiht. Das Vereinswesen wurde durch die Gründung des Sportvereins "Germania" und des Radfahrvereins "Windeseile" bereichert. Besonders der Sportverein etablierte sich in das Dorfleben und ist seit Mitte des 20. Jahrhunderts der größte und populärste Ortsverein. Am erfolgreichsten agiert die Sparte "Fußball".

1923
wurde das elektrische Ortsnetz errichtet.

1929
erfolgte der Wasserleitungsbau und damit einhergehend die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Wüstheuterode.

1932
wurden zahlreiche Wege am Stations- und Lengenberg angelegt.

1933
weihte man das Kriegerdenkmal auf dem Hirtenköpfchen ein.

1945
belegten in kurzer Folge deutsches, amerikanisches und sowjetisches Militär den Ort. Die Rote Armee blieb bis 1947.

1946
übernahm Herbert Merker das Bürgermeisteramt und setzte die von Joseph Pflume eingeleitete Modernisierung fort.

1949
gründete sich der Sportverein neu. Des Weiteren gründete sich der "Volkschor Wüstheuterode".

1954
wurde der Sportplatz angelegt. Am "Rabenkopf" wurde eine Kaserne für eine Grenztruppenkompanie errichtet.

1964
restaurierte man das Angergelände.

1965
wurde in Wüstheuterode das Kreissängerfest gefeiert.

1968
erfuhr der Friedhof eine Aufwertung: Das Gelände wurde komplett neu gestaltet und mit einer Leichenhalle nebst Glockenturm und Kapelle versehen.

1970
wurde die Jungrinderanlage der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) "Einheit" bei der Lenteröder Warte fertig gestellt. Im gleichen Jahr erfolgte die Errichtung der Staatlichen Arztpraxis im Birkenweg.

1974
gliederten sich die Gemeinden Vatterode und Dietzenrode als Ortsteile der politischen Gemeinde Wüstheuterode an. Die Sanierung der Kirche wurde 1974 abgeschlossen.

1975
stellte man die Kaufhalle im "Rösental" und die neue Polytechnische Oberschule (POS) "Ernst Schneller" in der Schulstraße fertig.

1978
wurde die Turnhalle ihrer Bestimmung übergeben.

1985
weihte man die heutige Waldkapelle auf dem Stationsberg neu ein, nachdem der Vorgängerbau 1982/1983 abgerissen wurde.

1987
stellte man den Saal (heute: Gaststätte "Meißnerblick") fertig.

1988
wurde Herbert Merker von Siegfried Goldmann als Gemeindeoberhaupt abgelöst. Unter Herbert Merker wurden der Birkenweg, der Hohle Weg, die Schulstraße sowie der Weiden-, Kastanien-, Linden- und Erlenweg als Neubaugebiet etabliert. Unter Erhaltung der Fachwerksubstanz des Ortes konnte Bürgermeister Merker den Ort modernisieren, wodurch Wüstheuterode schon zu DDR-Zeiten mehrfach ausgezeichnet wurde.

1989
begann man mit dem Bau des Kindergartengebäudes in der Schulstraße.

1990
wurde Joseph Pflume - gleichnamiger Enkel des Bürgermeisters von 1914 bis 1946 - aufgrund der ersten freien Kommunalwahlen Bürgermeister der Gemeinde Wüstheuterode.

1991
wurde die Verwaltungsgemeinschaft Wüstheuterode gegründet. VG-Vorsitzender war Joseph Pflume. Im selben Jahr wurde die "Alte Schule" bei der Kirche zum Bürgermeisteramt umgebaut. Das Kriegerdenkmal wurde saniert und das Gewerbegebiet erschlossen. Wüstheuterode erhielt zudem den Titel "Schönstes Dorf Thüringens".

1992
gründete sich der Volkschor neu. Im Ort wurden unterirdische Telefon-, Strom- und Gasleitungen gelegt. Der Ortskern um den Weidenborn, den Anger und bei der Kirche wurde neu hergerichtet.

1993
gründete sich der Feuerwehrverein.

1994
wurde die VG Wüstheuterode aufgelöst. Der Großteil der Mitgliedsgemeinden kam zur VG Uder, darunter auch Wüstheuterode.

1995
siedelten sich die ersten Unternehmen im Gewerbegebiet "Bei der Warte" an.

1996
bekam Wüstheuterode das heute gültige Ortswappen mit dem Kirchenpatron St. Bonifatius, dem Mainzer Rad und einem stilisierten Feuer, welches an die Zerstörung von 1424 erinnert. Im selben Jahr gründete sich der Kegelverein "Fideler Kranz", nachdem im "Meißnerblick" eine Kegelbahn eingerichtet worden ist.

1997
wurde das Feuerwehrgerätehaus im Gewerbegebiet von der Feuerwehr bezogen.

1998
öffnete das Jugendzentrum "Am Rabenkopf" seine Pforten. Des Weiteren wurde 1998 die Kirche saniert und der Kirchturm neu verschiefert.

2003
restaurierte man den Kreuzweg.

2004
lief die Kläranlage am Ortsausgang nach Vatterode als Pilotprojekt an.

2005
wurde im Zuge der Strukturreform des Bistums Erfurt die benachbarte Pfarrei "St. Martin" zu Mackenrode aufgelöst und zur Filiale der Pfarrei von Wüstheuterode ernannt.

Wappen von Wüstheuterode

Wappen von Wüstheuterode

Schild gespalten und halb geteilt; vorn in Blau der Heilige Bonifatius in Silber, in der Rechten einen schwarzen Bischofsstab und in der Linken ein rotes Meßbuch mit silbernem Hochkreuz haltend, das durch einen silbernen Dolch durchstoßen wird; oben in Silber rote Flammen und unten in Rot ein sechsspeichiges silbernes Rad.

Durch die in das Wappen aufgenommenen Heroldsbilder werden insbesondere gemeinde-, territorial- und kirchenhistorische Eigenheiten des Ortes in ausreichender und ausgewogener Weise widergespiegelt. Während die Flamme auf eine fast vollständige Zerstörung des Ortes durch Feuer im 15. Jahrhundert hinweist, erinnert das sechsspeichige Rad an die frühere territoriale Zugehörigkeit von Wüstheuterode zum Kurfürstentum Mainz. Die Darstellung des Heiligen Bonifatius, dem Schutzpatron der Dorfkirche, wurde historisch überlieferten Gemeindesiegeln entlehnt und führt somit zugleich historische Tradition fort.

Häufige bzw. alte Familiennamen

Bode, Döring, Gehrt, Göbel, Herburg, Kaufhold, Kohl, Kohlstedt, Pflume, Preiß bzw. Preuß, Rheinländer, Schimmelpfennig, Thunert